Vetter fordert Wechsel in der Politik

Dr. Karl Vetter (2.v.l.) sprach beim politischen Aschermittwoch in Postbauer-Heng. Foto: Fischer

Der Landtagsabgeordnete der Freien Wähler war am politischen Aschermittwoch in Postbauer-Heng – und sprach viele Themen an.

von Sigrid Fischer

Postbauer-Heng.Seit mehr als 30 Jahren veranstaltet der Ortsverband der UPW-FW in Postbauer-Heng einen politischen Aschermittwoch. Auch in diesem Jahr hatten die Frauen der UPW-FW ein reichhaltiges Fisch-Buffet für die Gäste im Deutschordensschloss vorbereitet.

Viele Gäste aus der Politik

Der Vorsitzende Kurt Augustin begrüßte unter anderem als Gäste die Bürgermeister aus dem Landkreis – darunter war auch der örtliche Bürgermeister Horst Kratzer (CSU) –, den Kreisvorsitzenden der Freien Wähler, Günter Müller, den Neumarkter Oberbürgermeister Thomas Thumann sowie den Landtagsabgeordneten und gesundheitspolitischen Sprecher der Freien Wähler, Dr. Karl Vetter aus dem Landkreis Cham. Letzterer war auch der Hauptredner bei der Veranstaltung.

Vetter griff in seiner Rede mehrere Themen auf. Zur geplanten Stromtrasse fragte Vetter: Wo sei hier der Aufschrei der zuständigen CSU-Politiker gewesen? Die Einführung einer Ausländer-Maut von Verkehrsminister Dobrindt bezeichnete er als „dilettantisch und lächerlich“. Zum Thema Flüchtlinge erklärte er: „Wir sind uns alle einig: Wer wirklich und berechtigt Asyl braucht, dem muss man es auch gewähren.“ Hier treibe aber die CSU ein falsches Spiel, so Vetter. Auch die steigende Zahl der AfD-Mitglieder lastete er vor allem Ministerpräsident Horst Seehofer an.

Weitere Punkte waren der ungleich verteilte Reichtum, die Bildungspolitik und die demografische Entwicklung. Vetter sagte: „Die Mission der Freien Wähler im Landtag ist noch lange nicht beendet. Es ist nicht gut, dass eine Partei seit über 60 Jahren an der Regierung ist. Politik lebt vom Wechsel.“

Unterhaltsames Rahmenprogramm

Günter Müller sagte unter anderem in seiner Rede: „Wir, die Freien Wähler sind notwendig, sonst machen die anderen was sie wollen.“ Der Neumarkter Oberbürgermeister Thomas Thumann ging auf die aktuellen Themen im Landkreis ein, vor allem auf die Diskussionen um das Ganzjahresbad in der Kreisstadt. Der Abend wurde umrahmt von Alleinunterhalter Hans und von Sketchen.

Die Jungen Freien Wähler – der Landesvorsitzende Matthias Penkala, der Bundesvorsitzende Christopher Würz sowie Julia Strobl– führten ein Stück auf, in dem es um die aktuelle Weltpolitik ging. Und „da Fonse“ Kurt Augustin nahm die Kommunalpolitik aufs Korn. Er lästerte zum Beispiel über die landkreisweite Elternumfrage zur Situation in der Kinderbetreuung, bei der die Marktgemeinde mit der Note 1,87 den ersten Platz belegt hatte.

(C) Neumarkter Tagblatt