Im "Wirtshausgespräch" die Politik aufs Korn genommen

Die gesamte UPW-FW-Prominenz aus dem Landkreis traf sich in Postbauer-Heng am Aschermittwoch beim Fischessen. Hauptredner war MdL Karl Vetter (re.). © Foto: Resi Heilmann

Tradition seit Jahrzehnten: Beim Aschermittwoch mit Fischessen der Freien Wähler in Postbauer-Heng stand diesmal der Mensch im Fokus - 03.03.2017 14:00 Uhr

POSTBAUER-HENG - Er hat Tradition in Postbauer-Heng: Der Politische Aschermittwoch der UPW-FW Postbauer-Heng, mittlerweile der größte im Landkreis. Tradition ist es auch, dass die Frauengruppe wieder ein reichhaltiges und abwechslungsreiches Fischbüfett zusammenstellte.

Zum 32. Mal organisierte der Ortsverband der UPW-FW in Postbauer-Heng eine Aschermittwoch-Veranstaltung. Auch heuer traf man sich im großen Saal des Deutschordensschlosses. Kurt Augustin, Ortsvorsitzender der Freien Wähler, konnte wieder namhafte Kommunalpolitiker im Festsaal des Deutschordensschlosses begrüßen, darunter auch den Landtagsabgeordneten und gesundheitspolitischen Sprecher der Freien Wähler Karl Vetter aus Cham, Kreisvorsitzenden Günter Müller, Neumarkts OB Thomas Thumann, Matthias Penkala, Landesvorsitzender der Jungen Freien Wählern, sowie Christopher Würz vom Bundesvorstand.

Ein "Urgestein"

Auch Bürgermeister Horst Kratzer und seine Amtskollegen Wolf, (Pilsach), Graf (Hohenfels) und Belzl (Pyrbaum) waren anwesend. Ein besonderer Gruß von Günter Müller ging an Othmar Kipfer, der von der ersten Veranstaltung an immer dabei war. Kipfer sei ein Urgestein der Freien Wähler und Gründer der FW in seinem Heimatort Breitenbrunn.

"Handeln statt reden" lautete das Motto bei der zentralen Veranstaltung der Freien Wähler in Deggendorf, das stehe auch für die FW im Landkreis. Wie auch Qualität vor Quantität.

Man müsse den Menschen in den Fokus der Politik stellen. Die CSU vergesse den Menschen, der täglich seiner Arbeit nachgehe. Auch die einfachen Leute oder Alleinerziehende leisteten genauso viel wie ein Manager. Die große Koalition hätte die Weichen nicht richtig gestellt, stellte Müller fest. Hauptredner des Abends war der gesundheitspolitische Sprecher der Freien Wähler, MdL Karl Vetter aus Cham. Ihm liegt auch als Mitglied im Ausschuss für Gesundheit und Pflege eine flächendeckende medizinische Versorgung besonders am Herzen. Der ländliche Raum leide immer mehr unter der Abwanderung junger, gut ausgebildeter Menschen.

"Wir wollen gleichwertige Lebensbedingungen wie in der Metropolregion. Wir können soviel kämpfen wir wollen, wenn die Unterstützung aus München ausbleibt, dann bleiben wir auf der Strecke", machte Vetter deutlich.

Weitere Themen waren die "Maut für Ausländer", mit der sich Minister Dobrindt lächerlich gemacht habe, die Situation zwischen Merkel und Seehofer, die Flüchtlings- und Gesundheitspolitik, Ceta, Ttip, schnelles Internet und Stromtrassen.

Als letzter Redner betrat OB Thumann das Podium und hatte einige Zahlen parat. Neumarkt habe aktuell 39 960 Einwohner und man strebe jetzt die 40 000 an.

Kritik an Gegnern

Er sprach auch das Thema Ganzjahresbad an: Es seien schon fünf Millionen geflossen und jetzt werde eine Unterschriftenaktion dagegen gestartet. "Das hätten sie damals bei den Planungen einbringen sollen und nicht jetzt kurz vor dem Spatenstich", so Thumann.

Die Jungen Freien Wähler mit Julia Strobl als Wirtin und Matthias Penkala und Christopher Würz als Gäste nahmen in ihren Wirtshausgesprächen die kleine und große Politik unter die Lupe. "Sa Fonse" alias Kurt Augustin nahm die Kommunalpolitik aufs Korn. Früher sei ja viel im Marktrat gestritten worden. Aber jetzt sei es ruhig, der Bürgermeister habe seine Fraktion im Griff.

Hier bekamen sehr zum Gefallen der Gäste Bürgermeister Kratzer und OB Thumann sowie Jürgen Rupprecht vom Bürgerblock, ihr Fett ab.

Hans Gottschalk begleitete mit seiner Musik den Abend.

(C) Neumarkter Nachrichten